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Verstanden
Giardino Seerose
November 13, 2020
Kino, Medien und Popstars machen es vor

Gipfelsturm

Kraxeln, radeln, wandern und Ski fahren – die Berge sind wieder in.

Gäste des Engadins wissen es längst: Die Bergwelt ist ein Faszinosum. Egal, ob man über den Corvatsch wandert, vom Muottas Muragl auf den «Festsaal der Alpen» blickt (so nennt man das Engadiner Hochtal mit seinen Drei- und Viertausendern) oder mit dem Mountainbike die Corviglia hochstrampelt.

Auch die Medien, das Kino und selbst Popstars haben die Bergwelt wiederentdeckt. Im Film Clouds of Sils Maria spielt Juliette Binoche eine Schauspielerin, die sich ins Engadin zurückzieht, um mit ihrer Assistentin (Kristen Stewart) eine Rolle vorzubereiten. In Wild wandert Reese Witherspoon über den kalifornischen Pacific-Crest-Trail («Ich wusste nicht, wohin ich ging, bis ich dort ankam»). Auf Instagram stiefeln die Sängerin Taylor Swift und ihre Kollegin Lorde durch die Berge.

Prompt tut sich auch etwas im Zeitschriftenhandel: Neben Alps, Naturfreund, Climb und wie die Publikationen nicht alle heissen, gibt es neuerdings All Mountain, ein Magazin mit feuilletonistischem Blick auf die Berge, und Bergwelten, ein Magazin, wie es im Untertitel heisst, für alpine Lebensfreude.

Die Zahl der Gipfelstürmer wird nun bestimmt weiter wachsen. Wer einmal zur Segantinihütte auf dem Schafberg gekraxelt ist, kann nicht nur eine grandiose Aussicht geniessen, sondern unter den Gipfelstürmern auch eigenwillige Vertreter beobachten: den stillen Geniesser, der etwas abseits der Hütte pausiert und seine Brotschnitte verspeist, die er sich früh am Morgen geschmiert und mit einem geschnittenen Äpfelchen eingepackt hat; den Welterklärer, der seiner Frau wild gestikulierend und lautstark das Panorama einimpft oder den Flachlandtiroler, der es tatsächlich in Sandalen und mit Dackel an der Leine bis nach oben geschafft hat.

Was für ein Bild: Würde doch der Engadiner Maler Segantini noch leben!

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Engadin