Arbeiten bei Giardino: Philip Bionda über den Alltag im Front Office

Front Office bei Giardino: Sommer am See, Winter in den Bergen

Front Office bei Giardino: Sommer am See, Winter in den Bergen

Zwei Häuser, zwei Welten, ein Job, und trotzdem nie derselbe Tag zweimal. Wer im Front Office der Giardino Hotels arbeitet, hat oft die Möglichkeit im Tessin und in St. Moritz zu arbeitet. So wechselt Philip Bionda z.B. zwischen dem Giardino Lago am Lago Maggiore und dem Giardino Mountain in den Schweizer Alpen. Was diese Rolle so besonders macht, zeigt sich am besten anhand der Erfahrung die er seit 2019 lebt.

Philip hat seine Karriere in der Hotellerie in England und Deutschland begonnen, bevor er 2019 zu den Giardino Hotels ins Tessin zurückkehrte. Seither ist er das Gesicht an der Rezeption, im Sommer am Lago, im Winter am Mountain. Wir haben mit ihm über seine Arbeit gesprochen.

Was die Arbeit ausmacht: Kein Skript, echte Gastfreundschaft

Nach Jahren im Ausland suchte Philip etwas, das er in standardisierten Grossbetrieben nicht gefunden hatte: Authentizität. Kein Skript, kein uniformierter Service, sondern echte Gastfreundschaft, mit Gästen und im Team gleichermassen.

«Ich suchte ein Umfeld, wo Qualität des Service und echter, persönlicher Kontakt zusammengehören, mit Gästen und Kollegen gleichermassen. Als ich den Giardino Lago kennenlernte, habe ich das sofort gespürt.»

Philip Bionda, Front Office Agent

Gehalten hat ihn danach vor allem eine Kombination: zwei völlig unterschiedliche Arbeitswelten unter einem Dach, oder genauer gesagt unter zwei Dächern.

«Für mich ist dieser Rhythmus vor allem eine Bereicherung. Sommer und Winter in der Schweiz könnten kaum unterschiedlicher sein, und genau das macht es interessant.»

Der Arbeitsalltag: Zwei Häuser, zwei Rhythmen

Das Front Office ist das Herzstück eines Hotels, der erste Kontakt, das letzte Lächeln, und alles dazwischen. Bei den Giardino Hotels ist diese Rolle noch breiter angelegt als in vielen anderen Häusern, das spürt Philip täglich.

Vielfalt am Seeufer Am Giardino Lago reicht die Arbeit weit über den klassischen Checkin hinaus: Betreuung von Hochzeiten in der Villa San Quirico, Mitarbeit im F&B, Koordination von Events. «Die Tage sind dynamisch und sehr vielseitig», sagt Philip. «Die Prioritäten ändern sich ständig, man muss flexibel und überall präsent sein.» Ein typischer Sommertag beginnt früh: ein Rundgang durchs Haus, Mails beantworten, Checkouts abwickeln, das Frühstück unterstützen, Events koordinieren, Gäste empfangen. «Es ist ein permanenter Mix aus Tätigkeiten, und genau das macht den Job interessant.»

Fokus und Tempo in den Bergen Am Giardino Mountain liegt der Schwerpunkt stärker auf dem klassischen Front Office Betrieb: Skipass, Pisteninfo, Transport, die Gäste wollen das sofort. «Du musst noch schneller und präziser sein», erzählt Philip. «Aber gleichzeitig entsteht ein sehr direkter, persönlicher Kontakt während des Aufenthalts.»

Was ihm dabei am meisten bedeutet, ist unabhängig vom Haus dasselbe: «Wenn ein Gast wiederkommt, nach Monaten oder nach einem Jahr, und dich noch beim Namen kennt. Das passiert sowohl am Lago als auch am Mountain. In diesen Momenten weisst du, dass deine Arbeit etwas hinterlässt.»

Herausforderungen & Wachstum: Ruhig bleiben, wenn es darauf ankommt

Im Luxussegment sind die Erwartungen hoch, und manchmal kaum erfüllbar. Wie geht Philip damit um, wenn ein Gast an einem intensiven Tag eine Bitte äussert, die sich kaum umsetzen lässt?

«Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben und wirklich zuzuhören, auch wenn die Situation unter Druck entsteht. Oft reicht es schon, sich gehört zu fühlen. Den Rest löst man gemeinsam im Team.»

Genau diese Haltung, bestehend aus Ruhe, Zuhören und Teamwork, ist es auch, die Philip in fast sieben Jahren bei Giardino am meisten geprägt hat. «Das Front Office in einem so dynamischen Kontext bringt dir bei, schnell Lösungen zu finden, ohne die Fassung zu verlieren. Das ist etwas, das man nirgendwo sonst so lernt.»

Team & Unternehmenskultur: Was Giardino besonders macht

«Was die beiden Häuser verbindet, ist der Teamgeist. Man arbeitet nie allein. Auch in den intensivsten Momenten spürt man das Rückgrat der Kollegen und der Vorgesetzten.»

Für alle, die sich für eine Stelle interessieren, hat Philip einen klaren Rat: «Kandidiere ohne zu zögern, aber mit dem Bewusstsein, dass das hier kein statisches Umfeld ist.» Flexibilität, Teamgeist und die Bereitschaft anzupacken zählen für ihn am meisten. Den Rest lerne man im Alltag.

Karriere bei Giardino: Wachsen mit dem Unternehmen

Für Philip persönlich geht der Blick klar nach vorne: «Ich sehe mich noch gerne in der Giardino Gruppe, mit wachsender Verantwortung. Langfristig reizt mich auch der Schritt in die Selbständigkeit, aber mit dem Fundament, das ich hier aufgebaut habe.»

Persönliche Note: Was bleibt

Den einen prägenden Moment gibt es für Philip nicht. Was ihm aber am häufigsten nachgeht: «Wenn ein Gast zurückkommt und dich noch kennt. In diesen Augenblicken weisst du, dass die Arbeit, auch an den intensivsten Tagen, etwas hinterlässt. Das ist mehr wert als jeder Titel.»

Und am Ende steht ein aufrichtiges Dankeschön: «Ich bin dankbar für die Chancen, die mir diese Gruppe gegeben hat. Das Arbeiten auf sehr hohem Niveau zwischen zwei so unterschiedlichen Häusern hat mich geformt, fachlich und als Mensch.»