Wer in der Schweiz nach dem besten Fine-Dining-Erlebnis sucht, landet früher oder später in Ascona. Im Restaurant ECCO des Giardino Ascona, einem der führenden Luxushotels am Lago Maggiore, kocht Reto Brändli auf einem Niveau, das europaweit Massstäbe setzt: 2 Michelin-Sterne, 18 GaultMillau-Punkte und die Auszeichnung als «Aufsteiger des Jahres 2026». Wir haben mit ihm gesprochen.
Reto, wie würden Sie Ihre kulinarische Handschrift beschreiben?
Modern, präzise und stark produktfokussiert, mit einer klaren Verwurzelung in der französischen Küche, die jedoch zeitgemäss interpretiert ist. Das Hauptprodukt steht konsequent im Zentrum. Die Gerichte sind reduziert, aber nicht simpel: Jedes Element hat eine klare Funktion, nur die hochwertigsten Zutaten kommen auf den Teller. Saucen spielen dabei eine elementare Rolle, elegant, nie dominant.
Was bedeuten Ihnen die 2 Michelin-Sterne und 18 GaultMillau-Punkte?
In erster Linie sind sie eine Bestätigung der täglichen Arbeit meines Teams und meiner Haltung zur Küche. Natürlich freue ich mich darüber, sie zeigen, dass das, was wir tun, verstanden und geschätzt wird. Aber sie sind kein Ziel an sich, sondern eher ein Nebenprodukt von Konsequenz, Präzision und dem Anspruch, jeden Tag besser zu werden.
Zwei Michelin-Sterne stehen für mich für eine klare Identität, eine eigenständige Küche und die Fähigkeit, Gäste konstant auf sehr hohem Niveau zu begeistern. Die 18 GaultMillau-Punkte spiegeln zusätzlich Persönlichkeit und Kreativität wider, nicht nur Technik, sondern Ausdruck.
Was mir aber fast wichtiger ist: Diese Auszeichnungen bringen Verantwortung mit sich. Gegenüber den Gästen, die mit hohen Erwartungen kommen, und vor allem gegenüber meinem Team. Denn solche Leistungen sind nie das Werk einer einzelnen Person.
Am Ende geht es mir nicht um Sterne oder Punkte, sondern um eine einzige Frage: Ist das, was wir heute auf den Teller bringen, ehrlich, präzise, und berührt es den Gast?
Woher nehmen Sie Ihre Inspiration für neue Gerichte?
Inspiration ist für mich nichts, das ich aktiv suche, sie entsteht aus Aufmerksamkeit und Haltung im Alltag.
Ein grosser Teil kommt direkt vom Produkt. Wenn ich einen frisch angelieferten Steinbutt in der Hand halte, perfekte Grösse, intensiver Geschmack, dann stellt sich automatisch die Frage: Wie kann ich dieses Produkt so zeigen, dass es wirklich zur Geltung kommt? Oft beginnt genau dort ein neues Gericht.
Dann ist da die Natur. Ich verbringe viel Zeit draussen, im Winter in den Bergen, im Sommer in den Tälern des Tessinsoder am Lago Maggiore. Gerüche, Jahreszeiten, Texturen: das prägt meine Küche stark. Ein Spaziergang kann manchmal mehr auslösen als ein ganzes Kochbuch.
Reisen und der Austausch mit anderen Köchen sind ebenfalls wichtig, nicht um Trends zu kopieren, sondern um den eigenen Horizont zu schärfen. Man sieht Techniken, Produkte, Denkweisen, und filtert heraus, was zur eigenen Handschrift passt.
Und ganz ehrlich: Sehr viel entsteht auch durch ständiges Hinterfragen. Wir kochen ein Gericht, und ich frage mich: Geht es noch klarer? Noch präziser? Braucht es dieses Element wirklich? Diese Reduktion ist oft der eigentlich kreative Prozess.
Was macht für Sie ein perfektes Fine-Dining-Erlebnis aus?
Das harmonische Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Zunächst die Qualität der Speisen: kreative, saisonale Gerichteauf höchstem Niveau, bei denen Geschmack, Textur und Präsentation perfekt aufeinander abgestimmt sind.
Ebenso wichtig ist ein aufmerksamer, aber unaufdringlicher Service, einer, der dem Gast das Gefühl gibt, wirklich willkommen und geschätzt zu sein. Das Ambiente spielt ebenfalls eine grosse Rolle: stimmig, elegant und trotzdem entspannt, sodass man den Moment geniessen kann. Dazu eine Weinbegleitung, die die Gerichte ideal ergänzt.
Letztlich ist ein perfektes Fine-Dining-Erlebnis kein Essen, es ist ein Gesamterlebnis, das alle Sinne anspricht und in Erinnerung bleibt. Genau das ist das Versprechen, das wir im ECCO Ascona jeden Abend einlösen wollen.
Welche Rolle spielt Ihr Team in der täglichen Arbeit?
Eine zentrale. Ohne ein starkes, eingespieltes Team wäre konstante Qualität auf diesem Niveau nicht möglich. Jedes Mitglied bringt eigene Stärken und Fachwissen ein, in der Küche wie im Service. Diese Vielfalt ermöglicht es uns, kreativ zu arbeiten, uns gegenseitig zu inspirieren und uns kontinuierlich zu verbessern. Unser Team ist das Fundament unseres Erfolgs, wir arbeiten nicht nur nebeneinander, sondern miteinander.
Was hat sich seit der Auszeichnung als «Aufsteiger des Jahres 2026» verändert?
Die Aufmerksamkeit ist deutlich gestiegen, bei Gästen wie in der Branche, und damit auch die Erwartungen. Für mich persönlich bedeutet das vor allem noch mehr Verantwortung. Der Anspruch, das erreichte Niveau nicht nur zu halten, sondern weiterzuentwickeln, ist grösser geworden. Gleichzeitig ist es eine enorme Motivation für mich und mein Team, täglich unser Bestes zu geben.
Im Inneren hat sich jedoch wenig verändert: Unsere Werte, unsere Arbeitsweise und unser Fokus auf Qualität und Authentizität sind gleich geblieben. Die Auszeichnung bestätigt unseren Weg, sie ist Ansporn, aber kein Grund, sich auszuruhen.
Was dürfen Gäste im Restaurant ECCO aktuell erwarten?
Zwei vom Frühling inspirierte Menüs: das Fine Menu sowie Reto’s Classics, letzteres lässt sich auch à la carte bestellen. Ein persönliches Highlight ist derzeit der bretonische Hummer mit Jasmin, Karotte und Kaffirlimette, ein Gericht, das Leichtigkeit und Tiefe auf beeindruckende Weise vereint.
Was treibt Sie persönlich jeden Tag an?
Die Leidenschaft für perfekte Gastfreundschaft und exzellente Küche. Es geht darum, immer wieder Neues zu entdecken, mit Produkten zu experimentieren und Ideen umzusetzen, die Gäste wirklich begeistern. Das Team zu sehen, wie alle gemeinsam an einem hohen Anspruch arbeiten und voneinander lernen, das motiviert enorm.
Am stärksten treibt mich aber dieser eine Moment: wenn ein Gast zufrieden, überrascht oder emotional berührt ist. Das ist der direkte Beweis, dass unsere Arbeit Sinn macht.
Das Restaurant ECCO Ascona im Giardino Ascona zählt zu den besten Gourmet-Restaurants der Schweiz und ist eine der ersten Adressen für Fine Dining im Tessin. Mit 2 Michelin-Sternen, 18 GaultMillau-Punkten und dem Titel «Aufsteiger des Jahres 2026» ist es ein Pflichtbesuch für alle, die ein aussergewöhnliches kulinarisches Erlebnis am Lago Maggiore suchen, sei es ein romantisches Abendessen zu zweit, ein Gourmet-Wochenende in der Südschweiz oder der besondere Abschluss eines unvergesslichen Hotelaufenthalts.
Geöffnet Mittwoch bis Sonntag ab 19:00 Uhr (letzte Bestellung 20:30 Uhr). Frühzeitige Reservierung wird empfohlen.





