Diese Website nutzt elektronische Cookies zu Analyse- und Marketingzwecken. Weitere Infos befinden sich in unserer Datenschutzerklärung – echte Kekse leider nicht.
Verstanden
Giardino Seerose
April 20, 2021
Interview

Die Schweiz hat mich schon immer fasziniert

Seit der Gründung seines Studios „Atelier Pouzet“ sucht Daniel Pouzet die kulturelle Vielfalt in allen künstlerischen Bereichen – zwischen Design, Architektur, Innenarchitektur und künstlerischen Installationen. Seine Projekte sind auf der ganzen Welt zwischen Asien, Afrika, Europa, den Vereinigten Staaten und Lateinamerika verteilt. Sie repräsentieren eine Suche nach kontextuellen Antworten mit Seele, künstlerischer Sensibilität und einem Dialog zwischen dem Lokalen und der Kreativität, die über konventionelle Grenzen hinausgeht. Das Resultat lässt sich zeigen: Überraschung, Leichtigkeit und Qualität von Lebensräumen. Im Winter 2020/2021 unterstützte Daniel die Umbaupläne im Hotel Giardino Ascona und schaffte eine neue Woglfühloase von der Lobby bis hin zur Poolterrasse.

Daniel, als Sie das Hotel Giardino Ascona zum ersten Mal betraten, was waren Ihre allerersten Gedanken?
Ich war wirklich überrascht von dem innigen Ruhe-Gefühl. Die gemischten Stile geben dem Hotel Leben und die Organisation um den zentralen Wasserteich, die Terrassen, um den Pool und den Garten sorgen dafür, dass man sich sofort wohlfühlt. Ich war auch erstaunt, dass Mitte September das Hotel ausgebucht sein kann. Naja, dafür gibt es auch gute Gründe: Das Wohnumfeld und der Hotelservice sind einfach perfekt.

Das Tessin verbindet italienisches „Dolce Vita“ und Schweizer Lebensart. Was verbinden Sie persönlich mit der Region?
Die Schweiz hat mich schon immer fasziniert. Aber was ich kannte, war etwas ganz Anderes als das, was ich in Ascona entdeckt habe. Als ich das erste Mal in Ascona und allgemein am Lago Maggiore war, musste ich feststellen, dass ich bis dato ein komplett anderes Bild der Schweiz hatte. Palmen, die auf Schneeberge projiziert werden, sind für mich ein inspirierendes Bild und definitiv mehr als eine Postkarte.

Sie sagen von sich, dass Sie die kulturelle Vielfalt in allen künstlerischen Bereichen suchen. Wie werden Sie diese Vielfalt im Giardino Ascona ausdrücken?
Ich spreche gerne über künstlerische Bereiche, da ich mich selbst nicht als Architekt betrachte. Auch wenn ich zweimal als Architekt graduiert bin, haben mich meine beruflichen Erfahrungen und vor allem meine Lebenswege in die Innenarchitektur, das Industriedesign, Kunstinstallationen, Graphik und Illustrationen geführt. Aber vor allem hat es mich dazu verführt, die Welt zu entdecken und die Inspiration in der Unendlichkeit der Natur und der Kultur der Menschen zu suchen. Ich wollte schon immer die Grenzen zwischen den Bereichen aufbrechen, deshalb beginne ich bei all meinen Projekten mit der Architektur und ende mit Illustrationen und Gemälden. Hier geht es nicht so sehr um die Stadt Ascona als solches, sondern um die Natur, das Klima, das Dolce Vita und das Leben im Freien. Meine erste Faszination waren die Palmen und die überraschende Vegetation, also war dies der Ausgangspunkt meiner Arbeit.

Was hat Sie für die florale Gestaltung dieses Projekts inspiriert?
Der Name „Giardino“ ist eine endlose Quelle der Inspiration. Man kann damit auf so viele Arten spielen… Was wir hier gemacht haben, ist ein kurzer Eingriff zur Auffrischung, ohne die Seele des Projekts zu verlieren.

Welche Bedeutung haben die Farben für Sie?
Farben sind das Leben, ich spiele gerne mit Farben herum. Hier im Giardino sind die vorhandenen Farben ziemlich stark: Orange, Gelb, Terrakotta – all diese Farben sind ziemlich präsent. Also haben wir uns hauptsächlich für Weiss, helle Beigetöne und die fröhlichen Grüntöne der Natur entschieden.

Eine handwerkliche Spezialität von Ihnen ist die Teppichmalerei. Woher kommt diese Technik und warum wenden Sie sie im Giardino Ascona an?
Es ist meine Frau Marilena, die vor etwa 10 Jahren mit dieser Idee kam. Sie ist Künstlerin, also ist sie die Schöpferin des Teppichs. Wenn auch immer möglich, arbeiten wir gemeinsam an den Projekten.
Wir haben die Geschichte der Teppiche auf den Philippinen im Nay Palad Resort in Siargao begonnen und es hat so viel Anklang gefunden, dass es seitdem nie aufgehört hat. Gerade haben wir die Teppiche im Giardino fertiggestellt und ich muss zugeben, dass es viel anstrengender ist, als es den Anschein hat… Aber es ist eine solche Freude, diese Momente in der Familie zu teilen.

Was machen Sie zur Erholung und Regeneration? Etwas, was man nicht erwarten würde?
Ich verbringe Zeit mit meiner Familie, gehe wandern und reise viel. Notabene: Ich meine damit nicht einen klassischen Urlaub. Wir sind zum Beispiel 3 Jahre lang mit einem „Wohnmobil“ um die Welt gereist, von Alaska bis Ushuaia, haben unsere Kinder zu Hause unterrichtet, die Welt, die Natur und die lokalen Kulturen entdeckt. Wir haben die Freiheit genutzt, keinen Zeitplan zu haben und das Leben in vollen Zügen zu geniessen. Und seither ist es für mich immer eine endlose Inspiration gewesen.